Montag, 3. März 2014

Tag 38

Während man sich in Deutschland beim Karneval berauscht, wird der Rausch in Nepal am gleichzeitig stattfinden Shivafestival mit Marihuana in variabler Form (Zigarette/Getränk/Keks etc.) herbeigeführt. Damit sich niemand dem festlichen Rausch entziehen kann, wird Marihuana gerne auch ohne Vorwarnung - im Essen oder Getränk - verabreicht. Wir  - direkt an der Quelle (Kathmandu vergleichbar mit Karnevalshochburg Köln) - schauten uns für unsere freien Tage dann aber doch lieber nach einem Plan B um.

Als wir da hörten, dass die Stadt Pokhara Seen, Berge, Tempel, Höhlen UND europäisches Essen (Kirschsahnetorten,Pizzen sowie Brötchen mit Käse und Tomaten-/Gurkenscheibchen waren bereits Haupthandlungstraeger meiner nächtlichen Träume) bietet, wollten wir direkt zu schlagen.
Dort angekommen, konnten wir feststellen: Umgebung und
Essen sind tatsächlich traumhaft!






Wir fanden Schokoladeneis, Pizza, Spaghetti und schließlich sogar eine German Bakery mit Sahnetorten. Letztere habe ich dann allerdings doch nicht verzehrt, da am nepalesischen Stromnetz angeschlossen Kühlschränken kein allzu großes Vertrauen geschenkt werden sollte. Stattdessen genoss ich Blaubeermuffins und Apfel-Zimtcroissants, die die Künste deutscher Bäckereien weit übertrafen. Ich war beeindruckt.
Eingedeckt mit wunderbaren Eindrücken und Süßigkeiten wollten wir uns nach 3 Tagen auf den Heimweg machen. Doch im Bus mussten wir dramatisches feststellen: Entgegen der Reservierungsabsprachen wurde uns für die  Fahrt die hinterste Sitzreihe - welche bei den deutschen Schülern die beliebteste ist, ist uns die
unbeliebteste - zugeteilt. Zur Begründung unserer Abneigung: Bei der Sitzplatzverteilung werden keine Kinder eingeplant. D.h. wenn die Plätze neben dir von einer Großfamilie reserviert wurden, kann das bedeuten, dass man die hintere Reihe mit 5 Erwachsenen und 3-4 weiteren Kindern teilt (hier konnten wir bereits feststellen: Nicht alle Kinder sind so schlank, wie man es sich in diesem Moment wünschen würde!). Hinzu kommt, dass sich unter den Sitzen die Hinterachse vom Bus befindet. In Kombination mit unzähligen Schlaglöchern - durch die man gute 10 Zentimeter in die Luft befördert werden kann - sowie einem Ventilator überm Kopf, lassen sich 7 Stunden Busfahrt nur mit einem Sturzhelm (der mir leider noch nie griffbereit war) ohne nachhaltige Schmerzen überleben. Doch allzeit bereiter Anil konnte uns mal wieder helfen, sodass wir mit einem schöneren Gefährt um 4 Stunden schneller und ohne Beulen wohlbehalten zu Hause ankamen. Dort freuten wir uns dann unsere neue Mitbewohnerin Anna (Nein - kein Tier, sondern echter Mensch) begrüßen zu können.

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